Wechsel an der Spitze der Feuerwehr

(v.l.n.r) Johannes Bader, Daniel Hirsch, Rainer Wagenblast und Martin Wahl

Fünfzehn Jahre lang zeigte sich Rainer Wagenblast verantwortlich bei Einsätzen und Übungen. Am Samstag legte er sein Amt vertrauensvoll in die Hände von Daniel Hirsch. Hirsch selbst war zuvor der stellvertretende Kommandant. Die offizielle Einsetzung des neuen Kommandanten und die Verabschiedung des scheidenden Rainer Wagenblast soll am 18. März stattfinden. Weiterlesen

Feuerwehr Mutlangen ersetzt Camiva- Drehleiter

DLK23-12_CC-MutlangenDie Feuerwehr der Gemeinde Mutlangen hat im September diesen Jahres eine gebrauchte Magirus- Drehleiter des Typs DLK 23-12 CC in Dienst gestellt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um eine computergesteuerte Drehleiter auf Iveco- Magirus Fahrgestell mit manuellem Schaltgetriebe. Weiterlesen

Mit Sport, Musik und Oldtimern

10531464_10152612180379493_436833182655522394_oMutlanger Tag auf der Gründer Landesgartenschau sorgte für ein stetig volles Zelt. Mutlangen war am Dienstag menschenleer – zumindest wenn man dem Gedränge auf dem Landesgartenschaugelände glauben mag. Rund 600 Aktive und noch mehr Besucher drängelten sich beim Mutlanger Tag auf dem LGS-Gelände und erlebten dabei kulinarische, musikalische und sportliche Höhepunkte.

Schwäbisch Gmünd. „Weißt Du, wer dieser Mann ist?“, erkundigte sich Bürgermeister Dr. Joachim Bläse bei einer Grundschülerin, als er zum Mutlanger Tag im Himmelreich begrüßte. „Das ist Bürgermeister Seyfried“, kam die prompte Antwort. Klar, die Mutlanger kennen ihren Schultes. Auch die Jüngsten. „Und die ganze Gemeinde kommt, wenn der Bürgermeister ruft“, nickte Bläse anerkennend. Denn beim Mutlanger Tag waren rund 600 Aktive auf der Bühne und begeisterten über viele Stunden das große Publikum.
Äußerst intensiv und über viele Wochen haben sich alle Generationen von Mutlangen auf diesen Tag vorbereitet. Das gemeinsame Ziel: Die Besucher mit vielfältigen Darbietungen zu begeistern. „Muy bien“, sangen die Grundschüler zum Auftakt aus vollen Kehlen. Und beschrieben so singend, wie der Mutlanger Tag war. Nämlich „sehr gut“.
Mannigfaltiger hätte das Programm nicht sein können. Von südamerikanischen Lieder und Tänzen über Flötenspiel, Akrobatik und viel Musik bis zum leckeren Ostalbvesper reichte das Repertoire. Angereichert wurde das Bühnenprogramm durch Aktionen im Himmelreich. So zog etwa eine Fahrzeugschau, bestehend aus Schleppern und Mercedes-Oldtimern vom Freundeskreis Historischer Fahrzeuge viele Blicke auf sich. Klar, dass man sich auch gern mal auf den Sitz eines Schleppers schwang und für ein Bild postierte. Auch schon mal der Großvater mit seinem Enkel. Da machte Peter Seyfried keine Ausnahme.
Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins boten einen Infostand. Zudem konnte man sich über Kräuter kundig machen und vieles mehr.
Mit von der Partie waren auch die Kleintierzüchter und die Freiwillige Feuerwehr. Die trat als große Gruppe auf und verköstigte die Gäste an der Ostalbtafel mit insgesamt 800 Stückchen Salzkuchen, beziehungsweise Fladen mit Zwiebel und Grieben. Bereits morgens um neun Uhr hatten sich die Kameraden zum Teig kneten und vorbacken im Mutlanger Florian getroffen. Später wurde der 600 Kilogramm schwere Ofen in ein Fahrzeug gehievt, auf die Landesgartenschau gefahren und dort von vier starken Kameraden platziert. So war es möglich, die Gäste mit knusprigen und duftenden Fladen frisch aus dem Ofen zu begeistern.
Das Bühnenprogramm wurde von allen Generationen bestritten. „Mutlangen ist lebendig und frisch“, beschrieb Bürgermeister Seyfried, der in die Moderatorenrolle geschlüpft war. Mit von der Partie war die Grundschule, die Heideschule, die Kindergärten Don Bosco und St. Elisabeth, der Musikverein, die DRK Seniorentanzgruppe, der Turn- und Sportverein, der Gesangsverein „Germania“, der Musikverein Pfersbach sowie der Junge Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde Lindach-Mutlangen. Einzig die kurze Lesung, die Rosemarie Mahr ursprünglich halten wollte, konnte aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden.

© Gmünder Tagespost 30.07.2014

Jugendliche Zündler gesucht

Schwäbisch Gmünd. Mit Hilfe von mehreren Polizeistreifen und einer aufmerksamen Anwohnerin konnte in Mutlangen und Wetzgau Schlimmeres verhindert werden. Am Mittwoch gegen 22.05 Uhr seien dem Polizeirevier Schwäbisch Gmünd erstmals zündelnde Jugendliche im Bereich Mutlangen gemeldet worden, teilt das Polizeipräsidium in Aalen mit. Eine Fahndung sei erfolglos verlaufen. Gegen 23.20 Uhr sei der Rettungsleitstelle eine brennende Grillplatzüberdachung an der Heideschule gemeldet worden. Während der Löscharbeiten durch die Feuerwehr Mutlangen sei außerdem ein brennender Abfallcontainer im Bereich der Hauptschule Mutlangen gemeldet worden.
Gegen 23.45 Uhr schließlich habe eine Anwohnerin des Asternwegs in Wetzgau von zündelnden und eierwerfenden Jugendlichen berichtet. Sie habe gehört, wie sich die Jugendlichen darüber unterhalten haben, dass sie zuvor in Mutlangen gewesen seien. Anschließend hätten sie versucht, mittels Toilettenpapier ein Kinderholzhaus anzuzünden. Nachdem die Jugendlichen die auf sich aufmerksam machende Anwohnerin entdeckten, hätten sie das Gebäude mit Eiern beworfen und seien mit Fahrrädern und zu Fuß geflüchtet.
Die Höhe des an der Grillplatzüberdachung entstandenen Schadens sei bislang nicht bekannt, heißt es von der Polizei. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sei an dem Abfallcontainer und am Gebäude der Wetzgauerin kein Sachschaden entstanden. Bei der Fahndung habe die Polizei einen 19-jährigen, Fahrrad fahrenden Jugendlichen in der Nähe des Tatorts festgestellt. Ob es sich bei ihm um einen Tatverdächtigen handelt, müsse in den weiteren Ermittlungen durch das Polizeirevier Gmünd festgestellt werden. Sachdienliche Hinweise zu der bislang unbekannten, tatverdächtigen Personengruppe von zehn bis 15 Jugendlichen im Alter von etwa 14 bis 17 Jahren erbittet das Polizeirevier Schwäbisch Gmünd. ?
Unmittelbar im Anschluss wurden die Einsatzkräfte des Gmünder Polizeireviers nach Oberbettringen gerufen. Ein Unbekannter habe angegeben, dass es dort zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen sei. Es seien auch schussähnliche Knallgeräusche zu hören gewesen. Vor Ort stellen die Beamten fest, dass es sich bei dem Notruf vermutlich um einen üblen Maischerz handelte. Die Ermittlungen dauern an.
Darüber hinaus sei die Polizei mehrfach zu Ruhestörungen im gesamten Revierbereich gerufen worden. Streifen haben mehrere stark alkoholisierte Personen festgestellt, die zum Teil in die Obhut nüchterner Begleiter übergeben werden mussten.

Übung: Feuer im „Wirbelwind“

20140412_Uebung_Spraitbach92Vier schwer verletzte Kinder sind die Bilanz eines (fiktiven) Brandes im Spraitbacher Kindergarten „Wirbelwind“. Rund 120 Helfer aus fünf freiwilligen Wehren und dem DRK waren am Samstag an der Übung beteiligt. Bernd Waibel als Kommandant der Spraitbacher Feuerwehr und Organisator der Übung stellte nach einer guten Stunde über den Ablauf fest: „Ich bin sehr zufrieden!“ Das ist die Übungsannahme: Durch ein Feuer, das im Keller des Kindergartens ausgebrochen ist, werden Kinder im Erdgeschoss und im Obergeschoss eingeschlossen. Einsatzkräfte der Feuerwehr müssen die Opfer – dargestellt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehren – aus dem vollständig verrauchten Gebäude retten.

Das war tatsächlich künstlich derart in weißen Nebel gehüllt, dass man keinen Meter weit sehen konnte. Die Rettungskräfte mit Atemschutzgeräten tasteten sich an den von den Löschmannschaften verlegten Schläuchen entlang, um im unsichtbaren Gewirr der Gänge die Orientierung nicht zu verlieren. Das Szenario sah vor, dass das DRK vier Kinder mit schweren Brandverletzungen in einer Sammelstelle versorgte.
Ziel der Übung war, die Zusammenarbeit der Freiwilligen Wehren von fünf Gemeinden – Spraitbach, Durlangen, Täferrot, Ruppertshofen und Mutlangen – zu erproben. Gleichzeitig ging es darum, die neu gegründete Technische Einsatzleitung, die die einzelnen Wehren und deren Einsätze an den verschiedenen Bereichen koordiniert, effektiv zu nutzen.
Denn Bernd Waibel hatte für die Floriansjünger einige Hürden in den Übungsablauf eingebaut. Während eine Wehr das Feuer über den Haupteingang bekämpfte, rückte ein weiterer Trupp von der Rückseite heran. Dort griffen die Flammen dann auch noch auf den Wald
über, sodass eine weitere Mannschaft gegen diesen Brand ankämpfen musste. Gleichzeitig wurden Kinder aus dem ersten Stockwerk des Gebäudes übers Dach mit der Leiter gerettet. Eine weitere Gruppe Kinder, die sich dem Szenario zufolge im Seitentrakt in einem Ruheraum aufgehalten hatte, wurde über den Notausstieg in Sicherheit gebracht.
Irgendwann wurde obendrein das Löschwasser knapp, sodass gleich zwei neue Versorgungsleitungen zum rund 50 Meter tiefer gelegenen Löschwasserteich gelegt werden mussten. Für die Feuerwehrleute in ihren Einsatzanzügen eine schweißtreibende Knochenarbeit.
Aber damit längst nicht genug. Einsatzleiter Andreas Grünberger stellte im Lauf der Übung fest: Die gefüllten Pressluftflaschen für die Atemschutzgeräte gingen zur Neige. Denn es waren an die 16 Trupps zu je zwei Mann mit Atemschutzgeräten unterwegs, um den Kindergarten zu durchsuchen: „Eigentlich hätten wir nun die Feuerwehr in Aalen benachrichtigen müssen“, stellte Grünberger fest. Diese hätte dann weitere Flaschen mit Atemluft gebracht. Da es sich um eine Übung handelte, durften die Aalener aber zuhause bleiben.
Gott sei Dank blieb der Feuerwehr der Kampf gegen den Katastrophentourismus verschont. Obwohl es viele Neugierige rund um den Kindergarten gab, blieben sie diszipliniert und standen den Einsatzkräften nicht im Weg. Da waren die Journalisten eher ein Problem.
Den besten Überblick über die Ereignisse hatte jedenfalls Alfred Fischer von seiner Terrasse aus. Seine Garage war zwar von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr blockiert, aber er und seine Familie nahmen es mit einer ganz großen Portion Humor: „Bei uns ist der Fernseher ausgefallen“, scherzte er. Am meisten sei er beeindruckt gewesen, von der ruhigen, durchdachten Vorgehensweise der Feuerwehren, sagte Fischer.
Kathrin Ocker, eine Bekannte der Fischers, war aufgefallen, dass zwar die Bürgermeister der Nachbargemeinden die Übung der Wehren beobachteten, der Spraitbacher Verwaltungschef aber fehlte. Ulrich Baum ist krank und wurde durch seinen Stellvertreter, den Gemeinderat Erich Pommerenke, repräsentiert, der auch Mitglied im Kindergartenausschuss des Gemeinderats ist. Er resümierte am Ende der Übung: „Es ist alles sehr gut gelaufen.“ Planer Bernd Waibel stellte fest: „Es hat alles gut geklappt“.
© Gmünder Tagespost 13.04.2014