Bildgewaltiger Vortrag über Nepal

Gemeinsam mit den Kameraden aus Durlangen erlebten die Mitglieder der Mutlanger Altersfeuerwehr einen äußerst interessanten Nachmittag im Lehrsaal des Gerätehauses. Das in Mutlangen ansässige Ehepaar Siegfried und Margarete Brüderle zeigte einen Film über eine Reise nach Nepal. Weiterlesen

Mutlanger Altersfeuerwehr besuchte die Senf-Manufaktur in Schorndorf-Miedelsbach

2015_Ausflug_Alterswehr_MiedelsbachZu einem interessanten Halbtagesausflug in die Senf- und Feinkostmanufaktur „Maier’s Genuss“ in der Daimler Geburtsstadt Schorndorf hatte der Obmann der Altersfeuerwehr und Ehrenkommandant Hans Bader die Mitglieder mit Partnerinnen sowie die Witwen der verstorbenen Feuerwehrkameraden eingeladen.

Nach einem Begrüßungslikör in der Manufaktur nahm die Produktionschefin Carola Maier ihre Gäste mit auf einen Ausflug durch die fast 2000 Jahre alte Geschichte der Senfherstellung.

Dabei erfuhren sie dass bereits die Chinesen vor mehr als 5.000 Jahren verschiedene Senfarten kultiviert und diese nicht nur als Gewürz, sondern auch als Arznei- und Heilmittel für äußere sowie innerliche Anwendungen genutzt haben. Als Heilpflanze wird jedoch fast nur der Schwarze Senf genutzt. Im Zuge seiner Verbreitung nach Europa entstanden immer mehr Rezepturen, so dass der Senf auch in der heutigen Naturheilkunde nicht mehr wegzudenken ist. Schon in der Antike wusste man, dass ätherische Senföle (Glucosinolate) den Verdauungsprozess in Schwung bringen und zur inneren Reinigung beitragen. Auch kannte man die antibakterielle Wirkung dieser Öle, die diverse Keime, Hefepilze und Krankheitserreger bekämpfen. So wurde Senf beispielsweise gegen Läuse, bei Schlangenbissen, bei Haarausfall und als Aphrodisiakum bei Männern genutzt. Der Rauch von verbrannten Senfblättern konnte angeblich auch Schlangen vertreiben. Im 1. Jahrhundert behandelte der griechische Arzt und Pharmakologe Pedanios Dioscurides sogar Patienten, die an Hysterie oder Beulenpest litten, mit Senf-Rezepturen. Sehr früh war bekannt, dass man Senfkörner zermahlen und mit Öl mischen kann, um sich mit der entstehenden Paste einzureiben. Diese Paste fördert die Durchblutung der Haut und der darunter liegenden Organe. Heute noch werden Senfpflaster- und wickel als schnell wirkende Hausmittel geschätzt und bei rheumatischen Beschwerden, Ischias, Hexenschuss, sonstigen Verspannungen, akuten inneren Entzündungen (z.B. Rippenfell-, Lungen-, Herzbeutel- und Gelenkentzündungen) sowie bei Nerven- und Kopfschmerzen genutzt. Fußbäder mit Senf haben sich bei Kreislaufstörungen und kalten Füßen bewährt. Auch bei leichten Erkältungen, akuten Bronchitiden, Nasennebenhöhlenentzündungen und Infekten der Harnblase wirkt er entzündungshemmend. Im Jahr 1967 konnte man am Max-Planck-Institut für Ernährungsphysiologie wissenschaftlich nachweisen, dass durch Senf der Speichelfluss und die Magensaft-Produktion angeregt werden, was wiederum appetitanregend wirkt und auch die Verdauung schwerer Speisen erleichtert. Moderne Ernährungswissenschaftler haben zwischenzeitlich sogar nachgewiesen, dass Senf regulierend auf den Blutdruck wirkt sowie entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Zudem konnten Wissenschaftler die antibakterielle Wirkung von Senfölen (Glucosinolate) belegen, welche dem Wachstum verschiedener Viren, Bakterien und Pilze hemmend entgegenwirken. Das Senföl bildet sich jedoch erst, wenn Senfmehl mit Wasser vermischt und so ein chemischer Prozess in Gang gesetzt wird. In dem daraus entstandenen Gemisch wird wiederum Glykosid Sinalbin als sekundär Pflanzenstoff freigesetzt, der die heilende Wirkung und auch den scharfen Geschmack bewirkt. Senföle sind also pflanzliche Antibiotika, die im Gegensatz zu den heutigen Antibiotika nachweislich weder Magen und Darmflora beeinträchtigen, noch bakterielle Resistenzen entwickeln.

Im September 2011 sorgten die Ergebnisse einer Studie an der Freiburger Universitätsklinik für weltweite Aufmerksamkeit. Man hat herausgefunden, dass der regelmäßige Konsum von scharfem Senf Krebs hemmend wirkt und so das Krebsrisiko gemindert werden kann. Bei der Studie aßen die Probanden täglich 20 Gramm scharfen Senf. Dann wurde ihnen Blut abgenommen und dieses mit krebsauslösenden Stoffen versetzt. Man konnte tatsächlich feststellen, dass die weißen Blutkörperchen von den Probanden, die vorher scharfen Senf konsumiert hatten, viel besser mit diesen gefährlichen Substanzen umgehen konnten, als die von Probanden ohne Senfkonsum. Ursächlich für diese Wirkung sind die sekundären Pflanzenstoffe. Man hat auch festgestellt, dass scharfer Senf deutlich besser wirkte als süßer Senf. Je schärfer also der Senf, desto höher der Anteil der Senföle und desto besser die Krebsvorbeugende

Anschließend an diese Einblicke in die Geschichte des Senfes konnten die Besucher den Mitarbeiterinnen bei der Senfproduktion über die Schulter schauen und miterleben, wie aus frisch geschroteten Senfkörnern, natürlichen Gewürzen oder Kräutern, Essig und klarem Wasser ein leckerer Senf entsteht frei von künstlichen Aromen und Konservierungsmitteln.

Rund 25 verschiedene Sorten stellt Maier’s Genuss nach überlieferten Rezepten mit frischen Zutaten aus der Region her, die natürlich auch alle probiert werden dürfen. Die Auswahl reicht von Apfel-, über Balsamico-Honig bis hin zum Tomatensenf. Da war für jeden Geschmack etwas dabei, ebenso bei den individuell ausgetüftelten Kräutermischungen für Dips und Brotaufstriche oder den verschiedenen Likören und Essig-Sorten.

Hans Bader bedankte sich am Schluss der eindrucksvollen Führung bei Frau Maier für die fachkundige Führung und beim Feuerwehrkameraden Hermann Lang für die Organisation des interessanten und informativen Halbtagesausfluges.

In gemütlicher Runde fand der Ausflug im „Florian“ in Mutlangen bei Kaffee und Kuchen seinen Abschluss.

Hinter den Kulissen der Profis

Die Altersabteilung der Feuerwehr Mutlangen ließ sich bei einem Ausflug die Feuerwache 2 West der Berufsfeuerwehr in Stuttgart zeigen.

Die Altersabteilung der Feuerwehr Mutlangen ließ sich bei einem Ausflug die Feuerwache 2 West der Berufsfeuerwehr in Stuttgart zeigen.

Ein informativer Besuch führte die Altersabteilung der Feuerwehr Mutlangen in die Feuerwache 2 West der Berufsfeuerwehr Stuttgart. Der stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mutlangen, Daniel Hirsch, der auch bei der Berufsfeuerwehr Stuttgart beschäftigt ist, hatte dazu eingeladen.

Die Feuerwache 2 liegt inmitten des Stuttgarter Kessels im Stadtbezirk West, dem größten Innenstadtbezirk. Charakteristisch ist eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, zahlreiche große Bankhäuser, Versicherungen, Verlage und Geschäftshäuser mit Einkaufspassagen. Große Teile des Klinikums Stuttgart, der Universität sowie eine Vielzahl von Alten- und Pflegeheimen gehören dem Wachbezirk an. Ebenso die Stuttgarter Börse, Stuttgart 21 und zahlreiche unterirdische Verkehrsanlagen der Stuttgarter Straßenbahn AG und der Deutschen Bahn AG. Der Rot- und Schwarzwildpark, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Stuttgarts, schließt sich an.
Die Wache ist mit etwa 80 Einsatzbeamten und einem Angestellten besetzt. Aufgeteilt auf drei Wachabteilungen versehen die Einsatzbeamten einen 24-Stunden-Wechselschichtdienst. Bei einer Wachabteilungsstärke von etwa 24 Feuerwehrangehörigen sind wochentags 18 Leute im Dienst. Der Löschzug ist mit zwölf Einsatzkräften besetzt. Bei kritischen Bränden wird er durch ein weiteres Hilfeleistungslöschfahrzeug einer anderen Feuerwache auf 16 Feuerwehrangehörige erhöht. Neben dem auf jeder Feuerwache vorhandenen Lösch- und Hilfeleistungslöschzug sind weitere Sonderfahrzeuge zu besetzten. Dazu zählen die Fahrzeuge zur Gefahrenabwehr von gefährlichen Stoffen und Gütern. Zur Unterstützung der Einheiten bei Einsätzen mit umluftunabhängigem Atemschutz ist der Abrollbehälter Atemschutz/Dekontamination auf der Feuerwache 2 stationiert. Ebenso eines der beiden Lösch-Unterstützungsfahrzeuge.
Eine Stadtrundfahrt mit einer Führerin auf die Höhenlagen von Stuttgart rundete den Ausflug der Altersabteilung ab.

© Gmünder Tagespost 26.09.2014

Hafenrundfahrt bei Heilbronn

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Eine Hafenrundfahrt in Heilbronn erlebte die Altersabteilung der Feuerwehr Mutlangen bei ihrem Halbtagesauflug. Mit von der Partie waren zahlreiche Feuerwehrsenioren mit Partnerinnen und die Witwen von verstorbenen Feuerwehrkameraden im Kreise der Feuerwehrfamilie. In Heilbronn bestieg die Gruppe ein Passagierschiff zu einer zweistündigen Hafenrundfahrt. Nach einer Schleusendurchfahrt ging es bis zum Kohlekraftwerk Neckarwestheim. In der urigen Besenwirtschaft „Kümmerle“ in Stetten ließ man den Tag im gemütlichen Kreise sangesfreudig ausklingen. Hans Bader, Obmann der Feuerwehraltersabteilung Mutlangen, bedankte sich bei Organisator Hermann Lang für den gelungenen familiären Ausflug.

© Gmünder Tagespost 06.11.2013